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Pflanze des Monats März 2017

Bromelien

Farbenfroh, tropisch und mit außerirdischen Erscheinungsformen

März

März 2017: Bromelien

Die Geschichte der Bromelien 

Fröhlich, farbenfroh, tropisch und mit außerirdischen Erscheinungsformen: Die Bromelie ist seit Ewigkeiten die exotischste Schönheit unter den Zimmerpflanzen. Zu allererst begeisterte man sich jedoch nicht für die köcherförmigen Blattrosetten und die Hochblätter mit ihren leuchtenden Farben, sondern vor allem für die herrlichen Früchte der bekanntesten Bromelie, der Ananas. In der Natur kommen mehr als 1600 Arten vor.

Die Pflanzen sind gedrungen oder lang gestreckt und wachsen konzentrisch aus einer Blattrosette. Aus diesem Köcher wächst ein Stiel in die Höhe, mit wunderschön gefärbten Hochblättern, zwischen denen sich außergewöhnliche Blüten entwickeln. Alle Bromelien sind monokarp, das bedeutet, dass die Pflanze nach der Blüte das Ende ihres Lebens erreicht hat. Es haben sich dann allerdings Kindl-Pflanzen gebildete, die nach einigen Jahren zur Blüte kommen können.

Herkunft 
Die meisten Bromelien stammen aus den tropischen Regionen Nord- und Südamerikas, wo sie unter unterschiedlichen klimatologischen Bedingungen wachsen. Zu den Bromelien gehören bekannte Gattungen wie Ananas, Guzmania, Vriesea, Aechmea und Tillandsia.

 

In freier Natur wachsen die meisten dieser Pflanze mit fadenförmigen Wurzeln auf Bäumen (Epiphytisch), ohne diesen Nährstoffe oder Feuchtigkeit zu entziehen. Alles was sie benötigen holen sie sich aus der Luft.  

Worauf sollte man beim Kauf von Bromelien achten?

  • Bromelien werden nach Topfgröße, Durchmesser und Pflanzenstärke sortiert sowie danach ob der Blütenstand verzweigt ist oder nicht. Es ist auch entscheidend, ob der Blütenstand aufrecht oder schräg in der Rosette steht und wie reif die Pflanze ist. Wenn die Blüten zum größten Teil zwischen den Hochblättern herauswachsen, hat die Pflanze ihren Höhepunkt bereits überschritten. 
  • Bromelien haben wenige Probleme mit Krankheiten und Schädlingen. Beschädigungen der Hoch- oder Laubblätter können beim Transport, der Lagerung oder als Kälteschaden entstehen. Die Pflanze kann auch zu reif sein oder gelbe Blätter haben. Sonstiger Befall durch tierische oder pflanzliche Schädlinge kommt während der Verkaufsphase meist nicht vor.  
  • Für alle Bromelien gilt, dass sie bei mindestens  12 – 15°C gelagert werden müssen, möglichst aber bei höheren Temperaturen. Lassen die Pflanzen darum während Transport und Lagerung in der Schutzhülle oder im Karton stehen, um Kälteschäden vorzubeugen.  
  • Durch Temperaturschwankungen können Zellen im Blatt zerspringen, wodurch die Pflanze optisch an Attraktivität einbüßt. Achtet darauf, dass die Pflanze nicht zu feucht steht. Durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oder Kondenswasser in der Folie, kann Botrytis entstehen.

Sortimentsauswahl 
Das Bromeliensortiment ist vielseitig und farbenfroh. Die bekanntesten Gattungen sind Guzmania und Vriesea, wobei Guzmania konzentrisch blüht und Vriesea immer einen ziemlich flachen Blütenstand hat. Die Blätter sind immer glatt und meistens grün, es gibt allerdings auch buntblättrige Arten.  Beide Gattungen gibt es in großer Farbvielfalt und in unterschiedlichen Größen. Von Vriesea gibt es sogar botanische Arten, die aufgrund ihrer dekorativen Blattzeichnung als Blattpflanzen angeboten werden. Auch die Ananas gehört zu den Bromeliaceae: Als Zimmerpflanze im Handel wird sie als Zierananas bezeichnet. Die Pflanzen werden wegen ihrer dekorativen Früchte in den Blattrosetten angeboten.  Ananas ‘Pacifico’ hat eine schöne rote Färbung. Eine der ältesten und bekanntesten Bromelien ist die Köcherbromelie  Aechmea. Früher meist mit gesägtem Blatt im Handel, gibt es sie heute ganzrandig, mit einem wunderschönen rosafarbenen Blütenstand als  Aechmea ‘Primera’. Die klassische rosafarbene Variante hat inzwischen Gesellschaft von weißen, roten, orangefarbenen und zweifarbigen Varianten bekommen. Eine andere häufig vorkommende Bromelia ist Tillandsia cyanea, mit rosafarbenem Blütenstand aus dem cyanfarbene Blüten wachsen. 

Pflegetipps

  • Bromelien sind pflegeleicht. Stellt die Pflanzen an einen hellen, warmen Standort, aber nicht in die volle Sonne. In den Sommermonaten können Bromelien auch nach draußen gestellt werden, vorausgesetzt die Pflanzen stehen im Laufe des Tages auch einige Zeit im Schatten. So wird Verbrennungen vorgebeugt. 
  • In den Rosetten befinden sich Saughaare und Saugschuppen, mit denen die Pflanzen Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnehmen. Die Bromelie braucht vor allem Wasser in der Rosette und etwas auf der Topferde, einmal wöchentliches Gießen ist ausreichend. Erneuert das Wasser im Trichter regelmäßig. Während der Blüte können die Blätter der Pflanze leicht eingenebelt werden. Damit die Blüte lange hält und die Pflanze reich blüht, sollte einmal im Monat gedüngt werden. 

Bromelien kommen in Gruppen am besten zur Geltung, weil die aparten Farben und Formen dann die größte Wirkung entfalten. Mit den Farben kann man auch auf aktuelle Anlässe (Rot für  Valentin, Frauentag und Weihnachten, Gelb für Ostern, Rosa für den Muttertag, Orange für den Herbst) eingehen und es ist die perfekte Pflanzenfamilie für einen sommerlichen Jungalow-Look. Bromelien werden äußerst umweltschonend produziert, für jemanden der Wert auf eine nachhaltige Lebensweise legt, kann dies ein gutes Argument sein, um sich genau für diese Pflanzen zu entscheiden.

Text: www.tollwasblumenmachen.de/

Bild: www.pflanzenfreude.de